Die Ergebnisse des Fahrradklimatests 2018 sind veröffentlicht – Osnabrück behauptet mit der unveränderten Gesamtnote 4,2 seine unterdurchschnittliche Position.

Für Radfahrende in Osnabrück war dieses Ergebnis zu erwarten – erleben sie doch täglich die Bedrängung durch Autofahrer, regelmäßig viel zu enges Überholen, ungenügende Infrastruktur und diskriminierende Ampelschaltungen. Wenn dann nur das Sicherheitsgefühl auf der Strecke bleibt, kann der Radfahrende sich fast schon glücklich schätzen. Nur bei der Werbung fürs Radfahren fährt Osnabrück seit Jahren befriedigende Noten ein. Und dadurch begreifen immer mehr Menschen, wie wichtig eine gute Infrastruktur und ein gutes Verkehrsklima sind, wenn man Menschen zum Umsteigen auf das Rad bewegen möchte.
Damit steht Osnabrück nicht alleine da; nur in Einzelfällen verbesserten sich die Bewertungen anderer Städte im Fahrradklimatest in den letzten Jahren.
Osnabrück wurde als fahrradfreundliche Kommune von der AGFK im vorletzten Jahr ausgezeichnet – für zukünftige Verbesserungen. Erst in diesem Jahr ist der Etat im städtischen Haushalt für den Radverkehr deutlich angestiegen: zu sehen und zu erfahren ist davon bisher ein Stück schöner  breiter Radweg am Hegertorwall. "Mehr Platz fürs Rad" wurde dort schon verwirklicht, anderswo fehlt er noch. Was Osnabrück jetzt braucht ist eine beherzte Umsetzung der großen Maßnahmen aus dem Radverkehrsplan 2030: vernünftige Radverkehrsanlagen an den Hauptstraßen und Ausbau der Velorouten. Für die Sicherheit ist weiterhin eine Angleichung der Geschwindigkeiten notwendig. Weiterhin muss das Falschparken auf Geh- und Radwegen konsequent verfolgt werden, denn es ist für die schwächeren Verkehrsteilnehmer vor allem ein Sicherheitsproblem und kein Komfortproblem.
Die Abschaffung der „Bettelampeln“ an Kreuzungen und ein visuell markantes und einfach erkennbares Fahrradroutennetz durch Osnabrück werden das Radfahren in Osnabrück attraktiver machen.

Die Ergebnisse sind unter https://object-manager.com/om_map_fahrrad_if_2018/data/2018/Osnabr%FCck.pdf, alle Ergebnisse unter https://www.fahrradklima-test.de/karte zu finden. Aus der Region gibt es noch Wertungen aus Melle (4,0), Quakenbrück (3,6), Lengerich (3,6) und Ibbenbüren (3,7)

In wichtigen Kategorien ist Osnabrück gegenüber dem FKT 2016 weiter abgefallen, so wurden „Sicherheitsgefühl“ und „Fahren im Mischverkehr mit KFZ“ mit 4,9 nach 4,7 im Jahr 2016 bewertet. Allein dieses beiden Werte zeigen eine bedenkliche Entwicklung: Die Leute lieben das Radeln, schätzen seine unbestreitbaren Vorteile, gleichzeitig wächst das Unbehagen und das subjektive Unsicheheitsgefühl. Die Stadt muss endlich in der Fläche aktiv werden, bessere Infrastruktur braucht mehr Platz. Die bisherigen Maßnahmen werden von den Radfahrern schon wahrgenommen, die Note für die Kategorie „Fahrradförderung in jüngster Zeit“ hat sich von 4,1 auf 3,9 verbessert. Da ist noch ganz viel Luft nach oben.

In dem Sinne:  #MehrPlatzFürsRad,  und sicheres Radfahren für alle von 8 bis 80- dann klappt es in einigen Jahren auch mit der Note.




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