Es geht weiter mit dem Infoladen – und er wird zunehmend belebt. Im November hatten wir die kleine Einweihung für Mitglieder und Freunde, im januar gab es dann den ersten Neujahrsempfang für Vertreter der lokalen Politik und Verwaltung und eine Woche später den Ersten Reisevortrag von Jörg Lickfett aus Lüneburg. Am 19. 2. setzen wir diesse Aktivitäten mit einem Filmabend fort.
Mit dem Neujahrsempfang am 15. Januar haben wir nicht nur das neue Jahr, sondern auch die neuen Räumlichkeiten in der Lohstraße 31 offiziell eingeweiht. Vor Mitgliedern und Vertretern aus Stadt- und Kreispolitik mahnte der Kreisvorsitzende Wolfgang Driehaus eine beschleunigte Mobilitätswende an. Das Potenzial in der Region sei mit rund einer halben Million potenziellen Radfahrern enorm, doch die Infrastruktur hinke dem Bedarf noch immer hinterher.
Der Umzug in den neuen Infoladen markiert für uns einen Meilenstein. „Wir haben eine neue Bleibe gesucht und gefunden“, begrüßte Wolfgang Driehaus die Gäste, unter denen sich prominente Gesichter der Osnabrücker Politik wie Robert Alferink, Heiko Panzer (beide SPD), Volker Bajus und Volkmar Seliger (Grüne), Oliver Hasskamp (FDP) sowie der stellvertretende Landrat Michael Lührmann und die Landrätin Anna Kebschull befanden. Der Infoladen soll künftig als zentrale Anlaufstelle für unsere Mitglieder und allen an Fahrrad und Radverkehr Interessierten dienen.

Im Kern der verkehrspolitischen Arbeit stehe die Beseitigung von Nutzungshürden und die Verkehrssicherheit. Wolfgang Driehaus verwies auf Umfragen im Landkreis, nach denen 60 Prozent der Bürger das Fahrrad deutlich häufiger nutzen würden, sofern die Rahmenbedingungen stimmten. „Damit ist die Infrastruktur gemeint, nicht das Wetter“, stellte er klar. Die Wege müssten so beschaffen und gepflegt sein, „dass das Wetter relativ egal ist.“
Um dieses Ziel zu erreichen, setzt der Verband auf eine Doppelstrategie aus Service und politischer Einflussnahme:
Politische Partizipation: Der ADFC Osnabrück wirkt aktiv am „Runden Tisch Radverkehr“ der Stadt mit und wird künftig auch im entsprechenden Gremium des Landkreises vertreten sein. Besonderes Augenmerk liegt auf dem baulastträgerübergreifenden Radverkehrskonzept für den Landkreis.
Service & Bildung: Neben gemeinsamen Touren kündigte der Verein den Aufbau einer Fahrradschule für Sicherheits- und Fahrtrainings an.
Hintergrund: Die Region als Mobilitätslabor
Mit einer Gesamteinwohnerzahl von über einer halben Million Menschen in Stadt und Landkreis sieht der ADFC eine „riesige Kundschaft“ für die Mobilitätswende. Der Fokus verschiebt sich dabei zunehmend von rein städtischen Lösungen hin zu einer vernetzten Regionalplanung. Der Anstoß für das landkreisweite Radverkehrskonzept durch die Mitgliederversammlungim Jahr 2023 gilt dabei als einer der wichtigsten strategischen Hebel, um den Radverkehrsanteil auch in der Fläche massiv zu steigern.
Pascal Groetemeier
