Die Iburger Straße ist Osnabrücks wichtigste Verkehrsachse nach Süden. Und gegenwärtig weder angenehm, noch sicher für den Radverkehr. Da war es ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, dass auf dieser Straße Umweltspuren für Radverkehr und Busverkehr eingerichtet werden.
Stadtverwaltung lehnt Umweltspuren ab – Vierspurigkteit muss erhalten bleiben.
Das soll jetzt nicht möglich sein. Die „Leichtigkeit und Sicherheit des Verkehrs“ hat Priorität – uns, den Radverkehr, meinen sie damit nicht. Und die „Vision Zero“ geht damit vollends den Bach runter. Wiederholte Unfälle auf dieser Straße schreien nach einer Lösung für sicheren Radverkehr.Am 9. März gab es wieder einen Dooring-unfall
Dabei war die Planung von Umweltspuren beileibe keine Premiumlösung, sondern aus Radfahrersicht ein eher schlechter Kompromiss – wer würde dort sein 10-Jähriges Kind alleine radeln lassen. Andererseits sprechen unsere Messungen der Überholabstände aus den letzten Jahren Bände: Über 90 % haben < 1,5 Meter, sehr viele sogar < 1,1 Meter.
Unsere Forderungen
1. Die Stadt Osnabrück soll dort vernünftige, baulich getrennte Radwege bauen. Wenn die Umweltspuren jetzt auch nicht mehr möglich sind, muss auf dieser Straße eine sichere Infrastruktur für den Radverkehr dennoch geschaffen werden. Parkplätze auf den Parkstreifen dürfen dafür kein Tabu sein, zumal von diesen eine bedeutende Gefahr ausgeht. Alles andere wäre der Todesstoß für die Idee von Vision Zero auf dieser Straße.
Ebenso fordern wir T30 zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zum Schutz der Anwohner vor Lärm.
2. Baut die Veloroute über den Riedenbach richtig aus, auch das Stück durch den Wald und über die Parkplätze am Kinderhospital. Diese Strecke hat es verdient, eine Premium-Veloroute zu werden, denn dort liegen Schulen, die Jugendherberge, das Kinderhospital und am südlichen Ende der Zoo und mit der Verwaltung des Landkreises einer der größten Arbeitgeber in Osnabrück.
Dabei muss beides umgesetzt werden, und zwar möglichst schnell, bevor noch mehr auf dieser Straße passiert. Der Bau einer Premium-Veloroute ist dabei auch nicht trivial: Die Strecke führt teilweise hinter den Grundstücken durch den Wald und hat dort durchaus Potential, „Angsträume“ zu schaffen. Wenn sich dort keine ängstlichen und schutzbedürftigen Menschen durchtrauen, ist gar nichts gewonnen.